Ich träume manchmal davon.
Nicht von Urlaub. Nicht von einem freien Wochenende. Nicht mal von einer ganzen Nacht Schlaf. Also doch davon schon. 😁
Aber vor allem träume ich davon in meinem eigenen Kopf zu sein.
Einfach da zu sitzen – ein kühles Getränk in der Hand, Blick aus dem Fenster – ohne dass sich im Hintergrund eine Liste dreht. Ohne dass ich gleichzeitig plane, erinnere, organisiere, antizipiere. Ohne dass leise Gefühl dass ich gleich wieder gebraucht werde.
Einfach: Ich bin gerade hier. Und das reicht.
Ich kenne dieses Gefühl schon. In kleinen Momenten. Wenn das Kind schläft und ich nicht sofort aufspringe, um etwas zu erledigen. Wenn ich beim Spaziergang merke, dass mein Atem tiefer geworden ist. Wenn ich abends nicht mehr gehetzt bin – einfach müde, aber ruhig.
Das ist kein großer Durchbruch. Das sind Sekunden.
Aber diese Sekunden zeigen mir: es ist möglich. Es ist näher als ich dachte.
Was Regulation nicht ist
Bevor wir darüber reden wie es sich anfühlt – lass uns kurz klarstellen was es nicht ist.
Ein reguliertes Nervensystem bedeutet nicht dass du nie mehr wütend wirst. Nicht, dass der Alltag plötzlich leicht ist. Nicht, dass Mental Load verschwindet, das Kind besser schläft oder dein Partner automatisch mehr übernimmt.
Es bedeutet nicht Perfektion. Und es bedeutet nicht, dass du nie mehr weinst.
Was es wirklich bedeutet
Es bedeutet, dass du einen schlechten Moment haben kannst – ohne, dass er dich komplett umwirft.
Es bedeutet, dass du explodierst – und dich danach schneller wieder findest.
Es bedeutet dass du erschöpft bist – aber trotzdem weißt wer du bist.
Wissenschaftlich gesprochen: dein Nervensystem hat eine höhere Resilienz – die Fähigkeit nach Stress schneller in die Balance zurückzukehren. Dein Vagotonus steigt.
Deine Herzratenvariabilität verbessert sich. Dein Körper lernt: nach dem Sturm kommt Stille.
Und mit der Zeit wird die Stille länger. Der Sturm kürzer.
Konkret – so kann es sich anfühlen
🧘♀️ Im Kopf bei dir sein
Du sitzt fünf Minuten still – und denkst nicht an die Einkaufsliste. Du bist einfach da. Das fühlt sich seltsam an am Anfang. Dann fühlt es sich wie nach Hause kommen an.
☀️ Morgens aufwachen ohne sofort zu funktionieren
Nicht gleich das Handy. Nicht gleich der nächste Schritt. Einen Moment lang einfach liegen und spüren dass du da bist. Dass du lebst. Dass heute ein neuer Tag ist.
💬 Geduldiger reagieren – nicht weil du dich zwingst
Dein Kind quengelt und du atmest aus statt zu explodieren. Nicht weil du Willenskraft aufbringst – sondern weil dein Nervensystem nicht mehr im Dauerstress ist. Es hat Kapazität. Es kann wählen.
🌿 Abends wirklich abschalten
Nicht mehr dieses gehetzt sein wenn das Kind endlich schläft. Nicht mehr das Gefühl du müsstest jetzt alle verpassten Dinge nachholen. Einfach: Feierabend. Auch für dich.
🪞 Dich selbst wiedererkennen
Du schaust in den Spiegel und siehst nicht nur die Mama. Du siehst dich. Die Frau die du warst – und immer noch bist, auch wenn sie gerade müde ist.
Der Weg dahin
Er ist nicht gerade. Er ist nicht schnell. Und er sieht bei jeder Mama anders aus.
Aber er beginnt immer gleich – mit einem kleinen Moment. Einem Atemzug. Einem Anker. Einem Signal an deinen Körper: du bist sicher. Du darfst loslassen.
Diese kleinen Momente summieren sich. Unsichtbar, aber real.
Und irgendwann merkst du – nicht weil jemand es dir sagt, sondern weil du es fühlst – dass du nicht mehr nur funktionierst.
Du lebst wieder.
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